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Theater über Ozeane – Vortrag mit Book Launch am 12. Dezember 2018, IBZ München

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Internationales Begegnungszentrum  Amalienstraße 38, 80799 München

Mittwoch, 12. Dezember 2018, 18 Uhr 30.

Um Anmeldung beim IBZ wird gebeten

per e-mail an ibz-club@ibz-muenchen.de

oder telefonisch 089 28 66 86-70.

Zum Vortrag

Bewegte Zeiten markieren die Jahrzehnte vor und nach der Wende zum 20. Jahrhundert, politisch, infrastrukturell, medial und gesellschaftlich. Bewegung und Mobilität kennzeichnen auch das Gebiet der (darstellenden) Künste und des „Show-Business“ jener Jahre: Über Städte, Länder, Meere reisen Schauspieler und Tänzer, Akrobaten und Jongleure, Stücktexte und Bühnen-Werke – in einem Ausmaß, das uns heutzutage zunächst verblüffen mag.

In meinem Vortrag nehme ich diejenigen Instanzen ins Visier, die die transnationale, zuweilen globale Zirkulation darstellender Kunst und Künstler im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert mitverantworten, organisieren und verwalten: bis dato unbekannte männliche wie weibliche Theater-Agenten, Impresarios und Play-Broker.

Der Vortragsabend ist mit der offiziellen Einführung meiner Monographie Theater über Ozeane. Vermittler transatlantischen Austauschs (1890-1925) verbunden, die im Dezember 2018 bei Vandenhoeck & Ruprecht (Göttingen) erscheint.

Daten zum Buch

Theater über Ozeane. Vermittler transatlantischen Austauschs (1890-1925). Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2018. (38, teils farbige Abbildungen – ISBN: 978-3-8471-0805-4 – Kaufpreis ca. 40 Euro.)

Bestellbar über den Verlag, buchhandel.de. oder Euren/ Ihren Buchhändler vor Ort.

Dank

Ich danke der Richard Stury-Stiftung in München für den großzügigen Zuschuss zum Druck des Buches.

Die intensiven Arbeiten am und Forschungen zum Thema wurden gefördert durch: Center for Advanced Studies der LMU München,  Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), Deutsches Historisches Institut (DHI) Paris, Fritz-Thyssen-Stiftung, Martin E. Segal Centre der City University of New York und Reinhart Koselleck Projekt Global Theatre Histories. Wertvolle thoeretische und methodische Impulse erhielt ich von meinen Freunden und Kollegen des Exzellenz-Clusters Asia & Europe in a Global Context, Universität Heidelberg.

 

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Ankündigung: neues Buch

978-3-8471-0805-4_600x600In Kürze erscheint meine jüngste Monographie Theater über Ozeane. Vermittler transatlantischen Austauschs (1890–1925) bei Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen.

Aus dem Klappentext:

“Sei es Artistik, Oper, Tanz, Schauspiel, Musical, Comedy oder Drama: die internationale Theaterszene im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert wurde stark gesteuert durch die Profession des Vermittlers. Dieser Band betritt die infrastrukturellen »Hinterbühnen« globaler kultureller Mobilität im Zeitraum von 1890 bis 1925. Diskursiv verortet sich die Studie im Forschungsfeld der Globalgeschichte und -theorie. Der gewählte geografische Fokus ist ein transatlantischer, begründet durch den regen Austausch zwischen Europa und Nord- sowie Südamerika. Gesteuert wurde dieser Austausch wesentlich durch professionelle, international tätige Theatervermittler (Agenten, Broker). Die enorme Handlungsmacht der Vermittler im fokussierten Zeitraum wurde bisher kaum wissenschaftlich erforscht.”

Am Beispiel ausgewählter Agentinnen und Agenten – der Amerikanerin Elisabeth Marbury, der in Budapest geborenen deutsch-Amerikanerin Alice Kauser, des österreichisch-amerikanischen ‘Globetrotters’ Richard Pitrot und des in Deutschland geborenen ehemaligen Kontorsionisten H. B. Marinelli – erörtere ich in diesem Buch die Professionalisierung und Praktiken künstlerischer transatlantischer Vermittlung.

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Globale Theatergeschichte schreiben – Ein Porträt im DFG-Magazin

Royal Opera House Mumbai

Kunst darf alles, Theater ist grenzenlos. Wie aber schreibt man ihre Geschichte(n)? – Die performativen Künste aus einer transnationalen, transregionalen, transkulturellen Perspektive zu schreiben, scheint so offenkundig – wie es lange ein Desiderat blieb. Mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Reinhart Koselleck Projekt, “Global Theatre History”, das 2010 am Institut für Theaterwissenschaft der LMU München seine Anfänge nahm, haben wir dies zunächst im Kleinen probiert. Das internationale Netzwerk an wissenschaftlichen Partnern wuchs und wuchs in den Jahren. Fragen wurden mehr, unbearbeitete Felder der Theaterhistoriographie poppten auf. Als die Förderung naturgemäß 2016 auslief, waren wir uns schnell einig, dass das erst der Anfang sein konnte. Also formten wir  das Centre for Global Theatre History, um den Diskurs um die historischen Verflechtungen der Theaterkünste über Grenzen hinweg weiterzuführen.
In der aktuellen Ausgabe des DFG-Magazins habe ich über unsere Ansätze und Arbeit berichtet. Zum Artikel geht es hier: Nic Leonhardt: “Der Vorhang fällt nie”. In:  forschung. Das Magazin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2/2018, S. 22–27.
GTH Centre Logo Jan 2017Noch mehr Global Theatre Histories: www.gth.theaterwissenschaft.uni-muenchen.de www.gth.hypotheses.org
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Eine Theaterlandschaft für Belgrad: Marija Đokić verteidigt erfolgreich ihre Dissertation

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Grund zum Feiern ihrer erfolgreichen Dissertation. Marija Đokić und Nic Leonhardt (GTH Centre) Foto: C. Balme)

Marija Đokić, Doktorandin der Graduiertenschule Ost- und Südosteuropastudien der LMU und assoziiertes Mitglied des Centre for Global Theatre History, hat gestern erfolgreich ihre Dissertation verteidigt.

Ihre Schrift Eine Theaterlandschaft für Belgrad (1841–1914), ist ein essentieller Beitrag zur Theatergeschichte Serbiens und zur globalen oder transnationalen Theatergeschichte, die verstärkt Kulturtransfers in den Blick rückt. Über die vergangenen Jahre hat Marija, die in Belgrad und in München Geschichte studierte, einen beeindruckenden Quellenkorpus in unterschiedlichen Archiven Serbiens zusammengetragen, um anhand von Theater, das seit der Ernennung Belgrads zur neuen Hauptstadt Serbiens 1841 eine eminent wichtige Rolle spielte, das Wechselspiel zwischen dem Schaffen einer nationalen Identität und Prozessen der „Europäisierung“ herauszuarbeiten.

(siehe auch den Eintrag auf unserem Blog https://gth.hypotheses.org/476 )

Ich freue mich riesig für Marija und freue mich jetzt schon auf das Buch 🙂

 

 

 

Archiv · News · Performance Studies · Theater international · Theatre Archives · Theatre History

SIBMAS – Vice-Presidency

SIBMAS Header.pngAt this year’s SIBMAS conference in Paris I was given the office of the new Vice-President of the organization.

SIBMAS is the Société Internationale des Bibliothèques, Musées et Archives des Arts du Spectacle/ International Association of Libraries, Museums, Archives and Documentation Centres of the Performing Arts, and was founded in 1954.

I am very grateful and would like to thank the committee for their faith. I look forward to working for the organization, jointly with new President Barry Houlihan (Galway, Ireland) and the ExComm.

The next SIBMAS conference (2020) will be taking place in Warsaw.

 

 

Digital Culture · Digital Humanities · News · Popular Culture · Publication

Neue Publikation zu digitalen Manifesten

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95 Thesen –

pünktlich zum Reformationstags-Jubiläum in diesem “Luther-Jahr” ist der Band Clear the Air. Künstlermanifeste seit den 1960er Jahren, herausgegeben von Burcu Dogramaci und Katja Schneider mit meinem Essay „Nägel mit Köpfen? Mehr oder weniger 95 Überlegungen zu digitalen Manifesten” erschienen.

“Was wäre, rein hypothetisch, wenn Luther heute lebte und auf die Idee käme, seine 95 Thesen zu verbreiten? Welchen Ort würde er wählen? Wer wäre sein Publikum? Welches Medium zöge er vor zur Veröffentlichung seiner Gedanken? Und bliebe er bei der Anzahl oder würde er kürzen, im Sinne der Aufmerksamkeitsökonomie heutiger Prosumer, des Nachrichtenwerts und der Effizienz heutiger digitaler Kultur? Nagel und Hammer zur Untermauerung seiner Absicht reichten heute wohl nicht mehr. Wollte er digital seine Ideen verbreiten, müsste er so rebellisch vorgehen wie seine Aktion am letzten Oktobertag des Jahres 1517 ex post anmutet, wenn er nicht wollte, dass seine Thesen untergehen in der Vielfalt digitaler Kultur.”

 

Nic Leonhardt: „Nägel mit Köpfen? Mehr oder weniger 95 Überlegungen zu digitalen Manifesten”, in: Burcu Dogramaci, Katja Schneider (Hg.): »Clear the Air« – Künstlermanifeste seit den 1960er Jahren. Bielefeld: transcript 2017, S. 347–366.

 

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Karl-Ferdinand-Werner Fellowship am DHI Paris

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Ich freue mich über und bin dankbar für die Zuweisung eines Karl Ferdinand Werner-Fellowships am Deutschen Historischen Institut (DHI) Paris für das Frühjahr 2018.

Das Fellowship steht im Kontext meiner aktuellen Forschung über Philanthropie und Kulturförderung nach 1945 im Rahmen des ERC-Projekts “Developing Theatre”.

Merci, Paris!