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‘I’m too sexy for my Cat’ – Artikel über Tanz, Selfie, Fetisch im Jahrbuch Tanz 2019 erschienen

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Im aktuellen Jahrbuch Tanz 2019 ist jüngst mein Artikel über Digitale Medien, Selfies als Fetisch und Tanz erschienen. Das Jahrbuch ist direkt beim Verlag, im Buchhandel oder gut sortierten Zeitschriftenhandel zu beziehen.

Aus dem Prolog:

“Einmal dem haarrissigen alten Firnis nahe sein, einmal die marmorne Kühle, die Aura des Originals spüren. Nachts, wenn alles schläft, niemand wacht. Wenn der Traum die Herrschaft übernimmt, die Wirklichkeit erlischt … «In the day nothing matters, it’s the night time that flatters», besang Laura Branigan in den 1980er-Jahren in «Self Control» die Fetischisierung der Nacht.

Nachts im Museum zu sein. Ganz allein. Zu erkunden, wie sich die andächtige Leere der bei Tageslicht übervollen Ausstellungshallen anfühlt.

Zu beobachten, ob und wie sich die toten Exponate womöglich in lebendige Kreaturen verwandeln – das ist ein ewiger Topos der Kunst. Im preisgekrönten Musikvideo «Apeshit» firmieren die Rapper und Produzenten Beyoncé Giselle Knowles Carter und Jay-Z (genannt The Carters) Seite an Seite mit ihren Tänzern als Zeugen und Deuter der Kunst. Sie werden selbst zu Kunst im berühmtesten Kunsttempel der Welt: dem Louvre in Paris. Niemand sonst da, außer ihnen – und natürlich Mona Lisa, Venus, Nike & Co. Im Mai 2018 wurde das Video in der Regie von Ricky Saiz gedreht, im Juni gelauncht, an dem Tag, an dem auch das neue Album der Carters – «Everything Is Love» erschien; …”

Jahrbuch Tanz 2019_bestellen

Beziehungen im 21. Jahrhundert · Buchbesprechung · Digital Culture · Erinnerung · Literatur, Lyrik · Popkultur · Popular Culture · Publication · Work-Life Balance

Digitalminimal. Unplugged in Kontakt

 

Analogue Guy in a Digital World
An analog guy in a digital age

Wie sich die Zeiten ändern. Vor vielen, vielen Jahren, als ich noch bei meinen Eltern wohnte, war es eher normal als ungewöhnlich, dass jemand bei uns vorbeikam. Einfach so. Die Verwandtschaft, Nachbarn, andere Besucher – sie schneiten ohne große Ankündigung oder vorherige Vereinbarung herein. Die Tür stand immer offen, von Frühjahr bis Herbst war die Veranda einladend und groß genug für alle. Wer von außen sehen konnte, dass wir draußen waren, kam einfach auch noch hinzu. Manchmal blieb man zu Kaffee und Kuchen oder doch gleich über den Abend zum Grillen. Dabei wollten all jene Besucher „nur mal eben hallo sagen“.

Es wurde selten „nur mal eben hallo gesagt“. Die lieben Stippvisitoren, sie blieben. Es wurden aktueller Klatsch und Tratsch ausgetauscht, nach dem Warmlaufen des Gesprächs auch tiefer gehende und ernste Themen ventiliert. Manchmal machten wir ausschließlich Faxen, Witze wurden erzählt, Situationskomik geteilt. Ich weiß noch, dass ich als Kind den Trubel genoss, dabei las, malte oder Vokabeln lernte, während die Erwachsenen sich austauschten. Mittendrin und absorbiert. Diese geselligen Runden gingen übrigens –, damals hätte ich nicht im Entferntesten gedacht, dass das einmal einer Erwähnung wert sein müsste –, vollkommen ohne Technologie vonstatten. Niemand brachte ein i-pad mit, ein Smartphone oder dergleichen. Gab es ja auch noch gar nicht. Wenn wir Glück hatten, machte gelegentlich jemand ein Foto von der Szene. Die aber war eigentlich so normal, dass selten eine Kamera herbeigebracht wurde. Alle schienen im Moment. Ganz ohne Technologie.

Ich bin nicht so alt, dass ich in Nostalgie verfallen würde oder mit einem „Früher war alles besser“-Gejammer die Vergangenheit verschönern. Doch vermisse ich diese Spontanität und Geselligkeit manchmal. Und gemütliche Runden mit echter face to face-Kommunikation, die ohne Smartphone oder Google-Befragungen auskommen (die nicht Wochen vorher vereinbart und dann in letzter Sekunde wieder abgesagt werden, per whatsapp, sms oder Sprachnachricht). Gesellige Zusammenkünfte, soziale Interaktionen fanden in physischer Präsenz der Interagierenden statt, nicht auf sozialen Netzwerken, und verliefen ohne Unterbrechungen durch Handy-Geklingel oder -Aktivitäten. Ring, Bing, ping, … Jetzt klinge ich doch nostalgisch, merke ich. Sei’s drum. Die neuen Technologien haben uns einige Vorteile gebracht – und doch verheerende Auswirkungen auf unser Privatleben. Und das Paradoxe ist, dass wir gleichzeitig denken, so gut vernetzt und in Kontakt zu sein wie noch nie.

Vermutlich reagieren Angehörige meiner Generation, die den Übergang von der rein analogen in die mehr und mehr digitale Kommunikation miterlebt hat, anders auf diese Veränderungen als die so genannte iGen, die Generation der zwischen 1995 und 2012 Geborenen. Psychologische Untersuchungen und Statistiken von Gesundheitsdiensten an Schulen oder Universitäten beobachten unter den Vertretern dieser Generation zunehmend depressive Erkrankungen und Angststörungen Dass diese signifikante Zunahme auch (wenn nicht zu einem Großteil) mit der Allgegenwart des Smartphones in Zusammenhang zu bringen sei, ist ein erschreckendes, wenn auch nicht mehr großartig neuartiges Argument.

Newport Digital Minimalism engWie wir wieder mehr offline-Zeit leben, Begegnungen mit Menschen, bewusstere Nutzung der Lebenszeit in unser durchgetaktetes und von Technologien bestimmtes Dasein bringen können, ist ein Thema, das mich seit einigen Jahren beschäftigt hält und mein (Nach-)Denken und Schreiben bestimmt. Vor zwei Jahren las und besprach ich hier das Buch Konzentriert arbeiten. Regeln für eine Welt voller Ablenkungen von Cal Newport. Als ich neulich mit einem Studenten über dieses Buch sprach, der es damals auf meine Empfehlung hin konsultiert hatte, erzählte er mir von Newports neuestem Streich, Digital Minimalism. Es ist im Frühjahr in deutscher Übersetzung unter dem Titel Digitaler Minimalismus. Besser leben mit weniger Technologie erschienen, und ich musste ein umtriebiges Semester lang warten, um nun in meinen aktuellen Arbeitsferien die Zeit zu finden, es zu lesen und zu besprechen.

Newports Tenor hat sich seit Deep Work nicht verändert. Gestern wie heute kreisen seine Überlegungen um die Frage, wie wir uns in einer von Technologien penetrierten und ständiger online-Verfügbarkeit bestimmten Gesellschaft mehr Qualitätszeit, Phasen der Vertiefung, zwischenmenschlicher Wertschätzung zurück holen können, weil sie uns als Menschen nicht nur gut tun, sondern nachgerade konstitutiv für unsere mentale und physische Gesundheit sind. Bereits in Deep Work hatte Newport die Reduktion der Nutzung von und des sinnlosen Zeitvertreibs durch soziale Medien und digitale Technologien empfohlen. In Digitaler Minimalismus fokussiert er sich ausschließlich auf die neuen digitalen Technologien, also  Messaging-Dienste, Instagram, Apps, Websites und verwandte digitale Tools, die uns entweder unterhalten, informieren oder mit anderen vernetzen sollen. Dreh- und Angelpunkt, Ziel und die Möglichkeit ‚sanfter Revolution‘ sieht er in dem, was er „Digitalen Minimalismus“ nennt; eine „Philosophie der Technologienutzung, bei der wir unsere Onlinezeit auf eine kleine Anzahl von sorgfältig ausgewählten und optimierten Aktivitäten konzentrieren, die für uns wertvolle Angelegenheiten intensiv unterstützen, und auf alles Übrige freudig verzichten.” (S. 42).

Newport Digitaler MinimalismusWenn wir an Bahnhöfen stehen, im Wartezimmer sitzen, im Café, selbst mit Freunden im Restaurant oder in der Oper, zu Hause beim Abendessen, scheint das Smartphone allgegenwärtig. Der schnelle Blick auf den Bildschirm, das Checken von Status-Updates, Apps und Fakten und Fake News ist zu einem Reflex geworden. Ein Reflex, um Zeit zu füllen, zu überbrücken oder das Gefühl plötzlicher Leere oder etwas zu verpassen, instantan zu stillen. Wie, ist zu fragen, lässt sich von diesem Reflex wieder ablassen, da er sich so schnell eingenistet hat in das Verhalten beinahe aller? (die wenigen Ausnahmen sind eine schräg beäugte Minderheit: „Die großen Unternehmen wollen“, so Newport, „dass ‚Nutzung‘ eine einfache binäre Bedingung ist: entweder nutzt man ihre Grundlagentechnologie oder man ist ein Spinner“ (S. 223).

Newports Buch analysiert in der einen Hälfte, liefert Beobachtungen, Referenzen auf die Gehirnforschung, Mediengeschichte, Philosophie, Neurologie und Psychologie (Teil 1: Grundlagen: Einseitiges Wettrüsten – Digitaler Minimalismus – Die digitale Entrümpelung). In der anderen Hälfte des Buches bietet der Informatik-Professor Übungen an, die jede von uns in ihren/ seinen Alltag integrieren kann (Teil 2: Übungen: Verbringen sie Zeit allein – Klicken Sie nicht auf “Gefällt mir”  – Die Rückeroberung der Muße – Widerstand gegen die Aufmerksamkeitsindustrie). Durchgängige Referenzpunkte sind für Newport alternative Lebensmodelle, Minimalistische Lifestyles, wie sie bereits 1854 Henry David Thoreau in Walden. Oder das Leben in den Wäldern vorschlug, wie sie die Amish in ihrer Verpflichtung gegenüber dem biblischen Grundsatz, „in der Welt, aber nicht von ihr“ zu sein, oder wie es die Mennoniten leben. Auch Friedrich Nietzsches Spaziergänge oder Abraham Lincolns Rückzug in sein Landhaus, wo er Muße zum Nachdenken und zu ‘Deep Work‘ suchte, zieht der Autor als Modelle heran, durch die Entsagung von Ablenkung mehr Qualitätszeit im Leben zu erreichen.

In der Vorbereitung zu seinem Buch startete Cal Newport zur Jahreswende 2017 einen Aufruf: über einen e-mail-Verteiler suchte er Freiwillige, die sich für 30 Tage lang dem Experiment stellen würden, gänzlich auf optionale neue Technologien zu verzichten. Anstelle der von ihm erwarteten 50 Teilnehmer erhielt er Rückmeldung von mehr als 1600 Personen. Ein Volltreffer! Ein Grund zur Sorge? Ein Grund zur Hoffnung?

Von ‚Entzugserscheinungen’ berichteten die Freiwilligen, von Angststörungen, von Rückfällen – ganz so, als sei der Gebrauch optionaler Technologien eine Sucht. Und sicherlich ist an diesem Verdacht etwas dran. Manche wiederum berichteten, nach der 30-tägigen Phase voller Euphorie zu ihren optionalen Technologien zurück gekehrt zu sein, um dann festzustellen, dass sie gänzlich ihren Reiz verloren hatten.

Warum machen wir das alles hier?

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… und Liebe! (Logo des Slow Media Manifests (2010)

Newport analysiert nicht psychologisch, sondern beobachtet informiert und erteilt Tipps. Die Phase des Verzichts, des Digital Detox, sei keine Blitz-Diät, sondern Teil einer Umstellung hin zu einem bewussteren, selektiveren Umgang mit neuen Technologien, zum Leben eines „digitalen Minimalisten“; ein „digitales Reset“ sozusagen. Und es empfehle sich, sie gut vorzubereiten, denn die Leerstellen, die durch die Abstinenz zu füllen seien, gelte es, sinnvoll auszufüllen, um keine Rückfälle zu erleben. ‚Sinnvoll’ – , damit meint er, alte Beschäftigungen wieder aufzugreifen, die Freude brachten, neue Aktivitäten, die fordern und fördern, allein oder mit Gleichgesinnten, auszuprobieren, Experimente zu wagen, Neues zu lernen, (Handwerk zum Beispiel, ein neues Hobby etc.) – und: sich dem Alleinsein zu widmen. Newport rät zu einer “raschen Wandlung  – ausgeführt über einen kurzen Zeitraum und mit genügend Überzeugung, so dass die Resultate haften bleiben.

Der Ablauf der digitalen Entrümpelung sieht folgende Etappen vor:

  • Einen Zeitraum von dreißig Tagen wählen, in dem eine Pause von den optionalen Technologien im Leben eingelegt wird.
  • Diese 30 Tage nutzen, um Aktivitäten und Verhaltensweisen zu erforschen und wiederzuentdecken, die man befriedigend und sinnvoll findet.
  • Am Ende der Pause optionale Technologien wieder einführen, genau überlegen, welchen Wert sie jeweils haben, und wie sie eingesetzt werden können, um ihren Wert zu steigern.

Newport proklamiert keinen kompletten Ausschluss neuer Technologien aus dem Alltag. Vielmehr spricht er ihrem bewussten und zeitlich begrenzten Einsatz das Wort, so dass sich die Vorteile, die sie zweifelsohne mit sich bringen – etwa die Kontakthaltung mit Familie und Freunden über Ländergrenzen, das Lesen und Anschauen von Nachrichten oder die Navigation mit Hilfe von online-Karten – wieder klarer abzeichneten.

“Der Zucker-Flash der Annehmlichkeit ist vergänglich, und das bohrende Gefühl, etwas zu verpassen, verschwindet rasch wieder, aber das sinnstiftende Leuchten, das entsteht, wenn wir die Verantwortung übernehmen, was unsere Zeit und Aufmerksamkeit beansprucht, dauert an.” (Newport 2019: 68)

Das Alleinsein sieht er, Benjamin Franklin zitierend, als “angenehme Erholung für einen beschäftigten Verstand” an. Damit ist gemeint, dem Gehirn eine regelmäßige Dosis Ruhe zu geben, “die zur Unterstützung eines monumentalen Lebens erforderlich ist” (S. 101); sich Zeit nehmen und (zu-)trauen, sich auf eigene Gedanken und Erfahrungen konzentrieren, sei es in einer überfüllten U-Bahn, in einem Café oder auch in einer ruhigeren Umgebung, in einer Bibliothek, am See, in einer einsamen Berghütte oder dergleichen. (Ich musste hier an meine oben angedeutete Versunkenheit inmitten der Besucher meiner Familie von damals denken). Frühere Technologien, die das Alleinsein gefährdeten, hätten Menschen nur gelegentlich davon abgehalten, ihren individuellen Gedanken nachzugehen. Mit der Einführung des iPod sei das erste Mal in der Geschichte der Medien eine Technologie eingeführt worden, die „die Fähigkeit hatte, Sie kontinuierlich vom eigenen Denken abzulenken“ (S. 109); die Einführung des iPhones beziehungsweise die Verbreitung moderner internetfähiger Smartphones habe diese Ablenkung schließlich soweit potenziert, dass für besonnene Ich-Zeit kaum eine Sekunde noch zur Verfügung stände. Dabei sei Einsamkeit, wie Newport, sich auch auf jüngste Studien anderer Wissenschaftler, etwa des Sozialkritikers Michael Harris (Solitude. In Pursuit of a Singular Life in a Crowded World (2017) beziehend, schreibt, für die Produktivität und die eigene Zufriedenheit essentiell. Alleinsein als Zustand in Zeit und Raum für neue Ideen, Selbsterkenntnis und den Aufbau von Nähe zu anderen. Es stelle sich die Frage, so Newport, “ob unsere jetzige Gegenwart mit einer neuen Bedrohung der Einsamkeit aufwartet, die noch größer ist als jene, die schon seit Jahrzehnten beklagt wird. Ich behaupte, die Antwort darauf ist ein eindeutiges Ja.” (S. 108). Die Vorstellung des Alleinseins hat keinen guten Leumund und wird nicht unbedingt als etwas Positives angesehen. Und gerade in den vergangenen Jahren sei uns die „Auffassung verkauft [worden], dass mehr Konnektivität besser ist als zu wenig.” (S. 111). Ja, es sei eine regelrechte „Besessenheit nach Verbundenheit“ zu beobachten.

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Hypervernetzt und isoliert. Fremde Gedanken bestimmen die eigenen. (iPod-Werbung )

Dass die hypervernetzte Generation leide, sich isoliert fühle, ist ein Paradox der digitalen Medaille. Der Verlust sozialer Bindungen steuert dasselbe System an wie physischer Schmerz; finden soziale Verbindungen nur digital statt zuungunsten realer und physisch zwischenmenschlicher Begegnungen, lässt sich erahnen, wie und warum die depressiven und Angststörungen seit geraumer Zeit zunehmen. Newport schlägt einen Wechsel, eine Verknüpfung von Alleinsein und Verbindung vor, um dem Verlust von Zeit für sich UND der gefühlten Isolation vorzubeugen. Man solle sich vor Augen führen, so Newport, dass die vergangenen Jahrzehnte zwar geprägt seien von der Verbreitung digitaler Kommunikationstechnologien. Menschen können über digitale Netzwerke kommunizieren und interagieren; allerdings seien diese Interaktionen vornehmlich durch kurze, text- und bildbasierte Nachrichten und Gefällt mir-Klicks gefördert: “Die kleinen Anreize, die Sie dadurch erhalten, dass Sie einem Freund etwas auf die Pinnwand posten oder sein neuestes Foto bei Instagram liken“, so Newport, „kann nicht annähernd den großen Verlust kompensieren, der dadurch entsteht, dass sie keine reale Zeit mehr mit diesem Freund verbringen.” Jedes „Like“ ein Verlust?

Gewinn erzielen die Betreiber der Plattformen. Unsere Aufmerksamkeit ist ihr Salair (vgl. Tim Wu, The Attention Merchants. The Epic Scramble to Get Inside Our Heads (2016)). Gewiss, soziale Medien haben Vorteile, aber “Ich wage zu behaupten, dass die überwiegende Mehrheit regelmäßiger Nutzer von sozialen Netzwerken den Großteil der von ihnen vermittelten Vorteile durch eine Nutzung von lediglich zwanzig bis vierzig Minuten pro Woche ausschöpfen können”, so Newport. Und dies sei eine Beobachtung, die Social-Media-Anbieter “in Angst und Schrecken” versetze, weil ihr Geschäftsmodell davon abhänge, dass wir uns so lange wie möglich mit ihren Produkten beschäftigen. Aufmerksamkeit ist ihnen die wertvollste Ressource. Je mehr Zeit wir, vor allem über Smartphones (die, je leistungsstärker, desto ablenkungsintensiver), mit digitalen Technologien zubringen, umso lukrativer ist unser Zeitvertreib für die Anbieter.

“Die großen Konzerne der Aufmerksamkeitsindustrie, die viele dieser Technologien eingeführt haben, wollen nicht, dass wir über Optimierungen nachdenken. Diese Firmen machen umso mehr Geld, je mehr Zeit wir mit ihren Produkten verbringen.” (Newport 2019: 60).

Auch die Verfasser des Slow Media Manifest brachten dies 2010 auf die Formel: „Deine Zeit = Deren Geld“. Steuern wir indessen bewusst unseren Medienkonsum, werden nicht wir gesteuert.

“Beim geringsten Anzeichen von Langeweile können wir jetzt heimlich jede beliebige Zahl von Apps oder mobilen Websites anschauen, die dafür optimiert wurden, uns eine unmittelbare und befriedigende Portion Einfluss durch andere Gedanken zu verschaffen. Jetzt ist es möglich, das Alleinsein vollständig aus unserem Leben zu verbannen.” (Newport 2019: 109)

Warum machen Menschen das? Warum machen sie das mit? Es gibt keine belastbaren Daten für die Antwort auf diese Frage, aber es ist relativ wahrscheinlich, dass digitale Interaktionen einfacher und schneller sind als ‚altmodische‘ reale, analoge Unterhaltungen. Dabei ist doch das persönliche Gespräch das „am meisten menschlich Machende, das wir tun“ (Vgl. Sherry Turkle: Reclaiming Conversation: The Power of Talk in a Digital Age. (2016)). Seien wir wieder mehr füreinander ‚da’, präsent, hören wir zu. Verlernen wir nicht die Fähigkeit der Empathie, Geduld, einander zu verstehen, uns zuzuhören. Klicken wir nicht auf den „Gefällt mir“-Knopf, sondern klopfen einander auf die Schulter. Machen wir gewöhnlich, was heutzutage ungewöhnlich erscheint:

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H. D. Thoreau. Walden; or, Life in the Woods, 1854.

Schauen wir vorbei – auch per Telefon, wenn zu weit –, um „mal eben hallo zu sagen“. Und wenn wir zum Barbecue bleiben, genießen wir den Abend, ohne den Genuss mit dem Smartphone aufzuzeichen und auf irgendeiner Plattform oder per whatsapp zu teilen. Einfach kauen, reden, lachen. Ganz radikal optional digitalminimal. Unplugged in Kontakt.

 

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Cal Newport: Digitaler Minimalismus . Besser leben mit weniger Technologie. übersetzt aus dem Englischen von Jordan Wegberg. München: Redline Verlag 2019. (Orig. Digital Minimalism. Penguin 2019). 272 Seiten, ISBN 9 783868 817256.

Beziehungen im 21. Jahrhundert · Digital Culture · Film · Popkultur · Popular Culture

Fensterln digital – Kinostart “Safari”

 

fesnterlnGestern Abend hat mal wieder jemand eine Leiter an meiner Hauswand angebracht, um mir ein Ständchen zu singen, um meine Aufmerksamkeit zu buhlen, zu minnen. Das passiert jede Woche mindestens einmal. Gerade in großen Städten wie der bayerischen Landeshauptstadt.
Das Verhalten geschlechtsreifer Großstädter zur Paarungszeit ist merkwürdig. Sie versuchen alle Tricks. Die Leitern im Baumarkt: ständig ausverkauft. Die Mandolinen und Ukulelen im Musikgeschäft: nächstes Lieferdatum auf unbestimmte Zeit verschoben.
Hier weiß man, wie man flirtet. Wie man erobert. München: ein Paradies für Singles … Da braucht es nur ein Fensterl, ein paar Sprossen und eine süße Barkarole. Seufz…
– Ist natürlich totaler Schmarrn. Keine Socke macht sich hier die Mühe mit Leiter und Leier. Weder Mann noch Frau. Sind alle viel zu sehr mit sich selbst beschäftigt – unsicher, und wenn sie abends aus ihren Büros kommen, geht ohnehin nur noch Netflix und ein Helles. Das ist das Leben in München.
Wie das heute so geht mit der Minne, die man Dating nennt, also digitales Fensterln, und wie es ordentlich daneben geht, wenn man den Algorithmen zu sehr traut, erfährt man in dem neuen Film  „Safari – Match me if you can“  von Rudi Gaul.
Eine Dating-App namens Safari hilft dabei, den oder die oder das Richtige zu finden: für schnelle Nummern, Nachwuchszeugung, Spiel und Spaß und das Ausleben von Fantasien aller Couleur und Akronyme.images-3
In der vergangenen Woche war ich bei der offiziellen Premiere des Kinofilms im Münchner Mathäser-Kino und mochte die Mischung aus (unfreiwilliger) Komik, ernsthafter Thematik, Emanzipation und Verhandeln von Sexismus und Konventionen in Beziehungsfragen. Der handwerklich formidabel gemachte Film ist ein herrlicher Reigen unterschiedlicher Figuren, die alle nur das Eine wollen: nicht allein sein, aber sie selbst bleiben. Auf der kompromisslosen Pirsch sind Piloten, Influencer, Immobilienmakler, Psychotherapeuten, Berufsclowns, Poser und Dating-Coaches in der Single-Hauptstadt München. Leitmotiv ist unter anderem eine Bratwurst à la française.
Für mich ist online-Dating nichts. (Nur als Forschungsgegenstand interessant). Safari – match me if you can aber ist große Klasse! Ich habe viel gelernt, wie’s so zugeht da draußen, weiß jetzt, wie der Hase durch die screens und windows hoppelt und habe mich königlich amüsiert.
Am kommenden Donnerstag, 30. August, ist offizieller Kino-Start
Ich werde den Film noch mal anschauen (wer mehr sieht, sieht mehr).
Schnappt Euch Eure Freunde, Eure Eltern, Eure Liebsten, Euren Schwarm und schaut, schaut, traut, traut, euch an und alles zu!
  • images-2Trailer:
  • Offizielle Website des Films
  • Ohrwurm verdächtiger Titel-Song: Laing
  • Darstellerinnen und Darsteller: Patrick Abozen, Sebastian Bezzel, Justus von Dohnányi, Friederike Kempter, Juliane Köhler, Max Mauff, Sunnyi Melles, Elisa Schlott
  • Regie: Rudi Gaul
  • Drehbuch: Rudi Gaul & Friederike Klingholz
  • Produktion: Rat Pack 
  • Concorde Filmverleih
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Zur Erinnerung: Mein Essay über “Computerliebe”.
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Greatest Showman. Digitale Spuren

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(The) Greatest Showman. Hugh Jackman als P.T. Barnum.

Das Kino entdeckt die Show um die Show derzeit wieder neu, populäre Unterhaltungsformen, die zu Zuschauermagneten wurden, als es noch kein Kino gab, keinen Fernseher, – von Konsolen und Netflix nicht zu reden. Das 19. Jahrhundert ist dahin gehend eine wahre Wundertüte.

Als romantisierte flitterglitterpopcornige Spektakeltüte kommt auch der Film The Greatest Showman  von Michael Gracey daher, der seit 4. Januar 2018 in deutschen Lichtspielhäusern läuft. Es gab zahlreiche Vorberichte und Features zum Film, ebenso wie es bereits ausreichend Kritiken gibt. Wie stets, wenn es um Stoff geht, der “nach wahren Begebenheiten” gestrickt ist, wird dort unermüdlich um die “Authentizität” gefeilscht, die Diskrepanz von “damals und heute” und die Diskussion darüber, ob nun zu viel oder zu wenig Spektakel, ob zu viel oder zu wenig “amerikanische” Stilistik, Konvention, Rezeptionsgewohnheit verwoben und zugemutet seien.  Die Kulturgeschichtsforschung hat sich aus verschiedenen Blickwinkeln dem Phänomen P.T. Barnum genähert. Ich biete hier ein paar digitale Spuren an, die Filmsehende vielleicht Lust haben zu verfolgen, um nach dem Kinobesuch noch ein bisschen tiefer in die Kiste der Geschichte und Ungereimtheiten des Showbusiness zu klicken.

barnum-poster-960x640Greatest Showman kreist um die zweifelsohne schillernde Figur des Showman, Impresarios, Schaustellers, Museumsdirektors, Zirkusdirektors und frühen Marketing-Exerten Phineas Taylor Barnum (5. Juli 1810–7. April 1891) (im Film gespielt von Hugh Jackman), der, wie der Film illustriert, populäre Unterhaltungsformen wie Ausstellungen von Riesen, Zwergen, ‘Kuriositäten’ etc. zum Industriezweig gestaltete.

Barnum tritt als junger Mann in den dreißiger Jahren einer Schauspielergesellschaft bei, später einer Kunstreitergesellschaft, und macht sich kurz danach selbständig, indem er eine ältere Frau, die er für die “Amme Washingtons” ausgibt, für Geld zur Schau stellt. Er übernimmt 1840 das Amerikanische Museum in New York, ein markant populäres Haus, eine Mixtur aus Zoo, Kuriositätenkabinett und Theater. Später macht er die in seinem Heimatland noch gänzlich unbekannte schwedische Sängerin Jenny Lind in Amerika berühmt (die im aktuellen Musical-Film von Rebecca Ferguson gespielt wird). Barnum selbst hatte sie bis zu ihrem Auftritt in den USA nie gehört, behauptet aber schlicht ihre Berühmtheit auf dem Kontinent, publiziert rege im Vorfeld ihres US-Engagements über ihre Popularität, so dass sie, in den USA angekommen, von einer frenetischen Menge wie ein Star empfangen wird (dabei kennt sie im Grunde noch niemand). Er leitet die Konzerte der irischen Opernsängerin Catharine Hayes und betreut (angeblich) die erste Gastspielreise der französischen Schauspielerin Sarah Bernhardt in Amerika. Er unternimmt Tourneen mit einer Menagerie und einer asiatischen Karawane, stellt Kinder und Hunde aus. Nach finanziellem Bankrott in den sechziger Jahren – das American Museum brannte 1865 nieder – gelingt ihm mit der Wiedereröffnung des Museums am Broadway der wirtschaftliche Aufschwung.

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Zeichnung von A. R. Waud: Brand des American Museum am 13. Juli 1865, erschienen in Harper’s Weekly, 29. Juli 1865.

Der “Greatest Showman of the World” entdeckt eine Marktlücke in der Präsentation der “Greatest Wonders in the World”: Tiere, Kleinwüchsige, Tätowierte, Menschen mit Gendefekten. Zu seinen bekanntesten Protagonisten gehören sicherlich der Kleinwüchsige Charles Stratton, besser bekannt unter dem Namen “General Tom Thumb” und die behaarte Frau Julia Pastrana.

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P.T. Barnum und “General Tom Thumb” (i.e. Charles Stratton)

Für die damalige Zeit eine Sensation, selbst von Medizinern wegen der anatomischen Besonderheiten der ausgestellten Menschen als Anschauungsobjekte gefragt, sind diese Zurschaustellungen aus heutiger Sicht politisch und ethisch nicht im Geringsten mehr vertretbar. Zahlreiche Studien haben sich mit diesem Thema der “Völkerschauen” und “Freak-Shows” befasst, wie sie Barnum, nach ihm aber auch zahlreiche andere Impresarios der Zeit, veranstalten. Ich nenne hier nur Garland Thomson 1997; Gernig 2001Stammberger 2011.  Die Zeitungen der Zeit berichten in relativer Häufigkeit von Barnums neuesten Unternehmungen, und die starke Medienpräsenz verhilft ihm  zu einem hohen Bekanntheitsgrad auch in Deutschland; seine Unternehmungen bekommen Modellcharakter auch für die Unterhaltungsbranche außerhalb der USA, Barnum wird eine – nicht besonders kritisch reflektierte –Referenz für ‘best-practice showbusiness’.

201110211654Barnum gilt als Pionier marktstrategischen Handelns im Bereich populärer Unterhaltung. Nicht nur, dass er innovative Ideen für seine Exponate entwickelt. Recht schnell erkennt er die damals noch nicht besonders gängige Reklame, das Marketing,  als einen der Kardinalwege zu wirtschaftlichem Erfolg. Seine Überlegungen und Erfahrungen hierzu verschriftlicht er 1884 in The Art of Moneygetting, Or: Hints ad Helps to Make a Fortune; eine Schrift, die rasch auch in andere Sprachen übersetzt wird. Im Deutschen erscheint sie zunächst seriell in der illustrierten Familienzeitschrift Die Gartenlaube, 1887 kommt die Übersetzung durch Leopold Katscher bereits in der zweiten Auflage unter dem Titel Die Kunst Geld zu machen. Nützliche Winke und beherzigenswerhe Rathschläge beim Verlag Elwin Staude, Berlin, heraus. Der Text ist an manchen Stellen verblüffend heutig und gleicht Wirtschafts- und Marketing-Ratgebern, die 100 und weitere Jahre später erscheinen. Es macht Spaß, ihn zu lesen – etwa in der digitalisierten Fassung des Projekt Gutenberg, das aktuell 56.000 copyrightfreie Werke der Weltliteratur verfügbar hält. Auch als Audio-Book sind Barnums “Hints and Helps” disponibel.

Barnums American Museum lässt sich ebenfalls virtuell ‘besichtigen’: im “Lost Museum”:  Das American  Social History Institute und Center for Media and Learning  des Graduate Centers der City University of New York machte in Zusammenarbeit mit dem  Roy Rosenzweig Center for History and New Media der George Mason University im Projekt Lost Museum Bestände, Referenzen und Lehrmaterialien über das Museum digital verfügbar.

 

 

 

 

 

Erinnerung · Experiential Research · Media History · Musikgeschichte · Popkultur · Popular Culture · Social Media

Computerliebe. Ein Essay

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Computer Nr. 3. France Gall. Plattencover von Decca, 1968.

Am 7. Januar 2018 verstarb die Sängerin France Gall (Isabelle Genevieve Marie Anne Gall), der wir den unglaublichen Song Computer Nr 3 verdanken. 1968 kam er heraus, also vor nurmehr 50 Jahren.

Es war mehr Zufall, dass ich vor zwei Jahren über dieses Lied stolperte, das mir bis dato unbekannt war. Wer auf digitalen Plattformen nach Produkten, Personen, Artefakten et cetera sucht, erhält bekanntlich auch automatisch generierte, den Resultaten vergleichbare Empfehlungen verwandter Ergebnisse. So auch auf YouTube. Auf meine Suche nach einem anderen Stück aus den sechziger Jahren wurde mir zum Anhören eben auch Computer Nr. 3 vorgeschlagen. Das empfohlene Video zeigte France Galls Auftritt bei der Endrunde des Ersten Deutschen Schlagerwettbewerbs, die am 4. Juli 1968 live aus der Philharmonie in Berlin im ZDF übertragen wurde. Walter Giller moderierte. Veranstalter war der “Verein zur Förderung der deutschen Tanz- und Unterhaltungsmusik“, Deutschlandfunk, ZDF.

Computer Nr. 3 erreichte Platz 3 im Wettbewerb. (Auf dem ersten Platz lag das Lied Harlekin, gesungen von Siw Malmkvist, auf dem zweiten der Song Wärst du doch in Düsseldorf geblieben, gesungen von Dorthe).

Der Refrain von Computer Nr. 3 lautet:

Der Computer Nr. 3 sucht für mich den richtigen Boy, und die Liebe ist garantiert für beide dabei. Der Computer weiß genau für jeden Mann die richtige Frau, und das Glück fällt im Augenblick aus seiner Kartei.

Verblüffend an diesem Liedtext, der aus der Feder des deutschen Schlagertexters Georg Buscher (1923-2005) stammte, die Komposition von Christian Bruhn (geb. 1934), scheint aus heutiger Sicht die inhaltliche Nähe zu den Leitlinien und Möglichkeiten von online-Dating-Plattformen wie Elite Partner, Parship oder Tinder. Verblüffend deswegen, weil es in den 1960er Jahren diese Plattformen noch nicht gibt, der Text jedoch ihre Möglichkeiten visionär vorwegnimmt; und, mehr noch, ist zwar der Begriff des Computers seit etwa 1962 gebräuchlich; allerdings gibt es keinen Computer, der annähernd zu dem in der Lage ist, was France Gall in ihrem lyrischen Ich sich hier erdichtet: „für jeden Mann die richtige Frau zu finden“. Schaut man in die Geschichte der Computer, so lässt sich für das Entstehungsjahr dieses Songs, 1968, notieren, dass die amerikanische Firma Hewlett Packard den Computer Nr. 9100 A auf den Markt bringt, den ersten technischen Desktop Computer von HP; im Grunde kann man ihn auch als eine Rechenmaschine bezeichnen. In den zeitgenössischen Werbeanzeigen schrieb man ihm allerhand Fähigkeiten zu – , nicht aber, dass er in der Lage sei, Männer und Frauen zu verbinden.

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Computer Nr. 9100A von Hewlett Packard, 1968

France Galls Hit nahm ich zum Anlass, nach weiteren populärkulturellen Phänomenen zu fahnden, die thematisieren, wie neue Technologien zwischenmenschliche Beziehungen verhandeln, befördern oder auch verhindern.

Meine Überlegungen habe ich in Computerliebe _ Ein Essay von Nic Leonhardt zusammengetragen. Sie sind lange nicht vollendet; über Ergänzungen freue ich mich.

“Lange war ich einsam, heut’ bin ich verliebt,
und nur darum ist das so,
weil es die Technik und die Wissenschaft
und Elektronengehirne gibt.”

(France Gall, Computer Nr. 3, 1968)