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New chapter out on Global Theatre History (in Middell (Ed.): Routledge Handbook of Transregional Studies)

9781138718364-1The Routledge Handbook of Transregional Studies was published just in time for the end of the year. In a chapter of this handbook edited by German historian Matthias Middell, I describe the approaches and methodological challenges of Global Theatre History.

I would like to take this opportunity to thank Forrest Kilimnik (Leipzig Centre for Area Studies), who was responsible for the careful and patient editing of the contributions to this comprehensive volume.

Nic Leonhardt: “Global Theatre History”, in Matthias Middell (Ed.): The Routledge Handbook of Transregional Studies. London: Routledge 2018, Part VIII: (Trans)cultural studies, Chapter 52.

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Iste – Ille. Here and There. Keynote on Global Theatre History (Stockholm, 22-24 Nov, 2018)

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Poster, 1905, designed by Alfons Mucha for Sarah Bernhardt’s “Farewell American Tour”, 1905-1906.

The understanding of what is historic(al), how to write history and how to archive the past depends largely on the temporal and cultural setting of societies. Against the background of increasing globalization and transnational as well as transregional mobilities in contemporary times, the traditional eurocentric writing of theatre history, too, has become subject to revision during the past decade. Global, transnational or transcultural studies and history have provided a discursive framework for reconsidering the (performing) arts, and for highlighting the study of connections, transregional or transnational exchange, networks, circulation and mobility. Theatre has ever since been a very mobile art form, open to new forms and ideas, a playground for negotiating politics, history, ethics and gender politics––, and a means of representing local and national values.

How can we keep these dynamics and counter-dynamics in mind when writing theatre histories, what methodological challenges do we need to face? When, how, and in which shape does “Europe” step in? Who owns, collects, stores, and claims the heritage of “European theatre” in a world of connections? In my talk, I am going to elaborate on the paradoxes and challenges adumbrated above by selected examples from the theatre history of the early twentieth century including WWI. By doing so, I shall introduce parameters and historiographical approaches as initiated within the framework of Global Theatre Histories.

The talk will be taking place within the framework of the symposium “From Local to Global: Interrogating Performance Histories”, organized by the Department of Culture and Aesthetics, University of Stockholm, at the Royal Swedish Academy of Letters, History and Antiquities.

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Globale Theatergeschichte schreiben – Ein Porträt im DFG-Magazin

Royal Opera House Mumbai

Kunst darf alles, Theater ist grenzenlos. Wie aber schreibt man ihre Geschichte(n)? – Die performativen Künste aus einer transnationalen, transregionalen, transkulturellen Perspektive zu schreiben, scheint so offenkundig – wie es lange ein Desiderat blieb. Mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Reinhart Koselleck Projekt, “Global Theatre History”, das 2010 am Institut für Theaterwissenschaft der LMU München seine Anfänge nahm, haben wir dies zunächst im Kleinen probiert. Das internationale Netzwerk an wissenschaftlichen Partnern wuchs und wuchs in den Jahren. Fragen wurden mehr, unbearbeitete Felder der Theaterhistoriographie poppten auf. Als die Förderung naturgemäß 2016 auslief, waren wir uns schnell einig, dass das erst der Anfang sein konnte. Also formten wir  das Centre for Global Theatre History, um den Diskurs um die historischen Verflechtungen der Theaterkünste über Grenzen hinweg weiterzuführen.
In der aktuellen Ausgabe des DFG-Magazins habe ich über unsere Ansätze und Arbeit berichtet. Zum Artikel geht es hier: Nic Leonhardt: “Der Vorhang fällt nie”. In:  forschung. Das Magazin der Deutschen Forschungsgemeinschaft. 2/2018, S. 22–27.
GTH Centre Logo Jan 2017Noch mehr Global Theatre Histories: www.gth.theaterwissenschaft.uni-muenchen.de www.gth.hypotheses.org
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IFTR World Congress 2018 in Belgrade

IFTR Belgrade 2018From 9 to 13 July, this year’s annual conference of the International Federation for Theatre Research (IFTR) will be taking place in Belgrade, Serbia. The conference theme is highly topical: Theatre and Migration. Theatre, Nation and Identity: Between Migration and Stasis. The programme can be downloaded here or from the conference website.

In Belgrade, I will be meeting with my working group “Digital Humanities and Theatre Research”. Besides, I will give a conference paper entitled “’The show business has gone all to pieces’ – Theatrescapes, Mobility and Stasis during World War I”.

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5 Kontinente+ und eine Welt – Welt/Bühnen-Premieren am Residenztheater

Weltbühne LogoEs ist ein künstlerisches Experiment, ein kuratorischer Dreh und kreiert neuartige Formen des Teilens, Tauschens und Austauschens im Theaterbetrieb: das Residenztheater München bespielt, maßgeblich initiiert und seit der Spielzeit 2016/17 vorangetrieben durch Dramaturgin Laura Olivi und in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut, das Format der „Welt/Bühne“. Der Schwerpunkt liegt hier auf einer internationalen Dramatik. Warum? Unsere Welt ist in einer Weise vernetzt wie nie zuvor. Wir reden von und sind Mitspieler in globalisierten Welten, transnationalem Austausch und Transfer. Den Künsten kommt in diesem Geflecht eine wesentliche Rolle bei. Welche Rollen aber lassen sich der Dramatik in diesem Gefüge zuschreiben? Wie können wir sie global denken, können wir vernetzt schreiben?

Am 23. und 24. Juni, finden im Marstall in München gleich 5 Uraufführungen statt, Weltpremieren von 5 Autorinnen und Autoren aus 5 unterschiedlichen Kontinenten.

Ein Gremium von Theaterschaffenden, Kulturbeauftragten und Theaterwissenschaftlern hatte sich Ende 2016/2017 auf die Suche nach viel versprechenden Nachwuchs-Dramatikern in verschiedenen Teilen der Welt gemacht, nach „emerging voices“ ihrer jeweiligen Herkunftsländer, die Interesse an einer internationalen Schreibwerkstatt und -Workshops und an einem Austausch über die unterschiedlichen Theaterlandschaften, für die sie für gewöhnlich schreiben, hatten.

„Eine Welt? eine Generation? eine Zukunft?“, waren implizite Leitfragen. Wie sehen, wie beschreiben, wie bespielen junge Autoren diese Fragen? Und wie ließe sich dieser Diskurs in einen gemeinsamen Theaterabend gießen?

5 Autorinnen und Autoren wurden ausgewählt:Susanna Fournier (Kanada) – Zainabu Jallo (Nigeria) – Maria Milisavlević (Deutschland) – Santiago Sanguinetti (Uruguay) – Pat-To Yan (Hongkong)

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Erstes Treffen der Schreibwerkstatt im November 2017 auf der Probebühne des Residenztheaters. Foto: Konrad Fersterer (www.konradfersterer.com)

In einem ersten Workshop-Wochenende im Herbst 2017, an dem ich moderierend und beratend beteiligt war, kamen wir mit den Autoren zusammen, gemeinsam mit Dramaturgen des Residenztheaters, der Bayerischen Theaterakademie August Everding, Vertretern des Goethe-Instituts.

Was treibt uns an und um, für wen schreiben wir? Welche überlappenden Themen lassen sich finden? Während des Wochenendes fand ein reger Austausch statt, Impulsvorträge, gemeinsame Ausstellungs- und Theaterbesuche, Besichtigungen der Bühnen des Bayerischen Staatsschauspiels und Lesungen. Und am Ende der drei Tage stand die Frage: wer könnte mit wem schreiben, zusammenarbeiten? Welche Themen wirken wie Brücken zwischen den individuellen Arbeiten und Stilen? Welche Struktur könnte der anvisierte gemeinsame Theaterabend haben?

Über das folgende Vierteljahr verfassten die Autorinnen und Autoren erste Teile ihrer Theatertexte. Ein zweiter Workshop im Februar brachte dann die fertigen Texte, ihre Verfasser sowie Dramaturgen, Regisseure, die Partner des Goethe-Instituts sowie Christopher Balme und mich als Vertreter der Münchner Theaterwissenschaft erneut zusammen. Bühnenbildner Maximilian Lindner präsentierte sein Bühnenbild-Konzept, Regisseure und mögliche Besetzungen wurden vorgestellt.

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Zweiter Workshop der Schreibwerkstatt im März 2018 auf der Probebühne des Residenztheaters. Bühnenbildner Maximilian Lindner stellt sein Konzept für den gemeinsamen Theaterabend vor. (Foto: Chris Balme)

Die Autoren verfassten ihre Stücke auf Englisch und Deutsch. Für die Uraufführungen in München wurden sie ins Deutsche übersetzt, mit Bewahrung der englischen Originale in Übertiteln.

Was als Begegnung begann, schlug sich in den Stücken nieder, findet den Weg auf die Bühnen und berührt mehr als nur 5 Kontinente.

Die Website des Residenztheaters dokumentiert in Fotos, Videos und kurzen Texten die Arbeit der Welt/Bühne.

Die Stücke werden am 23. + 24. Juni Marstall zur Ur-Aufführung kommen.

Ich kann es kaum erwarten, diese wunderbaren Autoren wiederzusehen und fiebere den Realisierungen ihrer (gemeinsamen) Ideen entgegen:

Susanna Fournier: antigone lebt*

Zainabu Jallo: White Elephants

Maria Milisavlević: Auf ewig unser Gestern

Santiago Sanguinetti: Bakunin – ein anarchistisches Stück

Pat To Yan: Bis ans Ende ihrer Tage

 

Kooperationspartner:

Bayerische Theaterakademie August Everding, Freunde des Residenztheaters, Goethe-Institut, Institut für Theaterwissenschaft der LMU München, Residenztheater München.

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Forschungsfutter & Flanieren à Paris

 

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“Blickwispern füllt die Passagen.” –  (Walter Benjamin, Das Passagenwerk , 1927)

Wenn der schöne Trubel des Semesters abklingt und die vorlesungsfreie Zeit beginnt, tauchen wir Forscherinnen gerne in die Archive ab oder ziehen uns in unsere Schreibstuben zurück, um der Recherche und dem Schreiben Zeit und Raum zu geben.    Mit Hilfe eines Karl Ferdinand Werner-Fellowships am Deutschen Historischen Institut Paris werde ich mich im Februar und März den hiesigen Schatzkammern des Wissens, vor allem den UNESCO  Archives, der gut sortierten Bibliothek des DHI und der Bibliothèque Nationale hingeben und freue mich auf viele gute Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort. – Und die Kunst zu erleben, die abends wartet, Flâneuse zu sein in der ‘Hauptstadt des 19. Jahrhunderts’.    Mein Aufenthalt steht im Zusammenhang mit dem ERC-Forschungsprojekt Developing Theatre (LMU München, Department Kunstwissenschaften), das sich der Frage nach der Förderung und Beförderung darstellender Künste in Praxis, Theorie und Ausbildung in so genannten Schwellenländern nach dem Zweiten Weltkrieg widmet. Theaterspiel, und -Ausbildung wird unmittelbar nach dem Krieg eine weltweite Wichtigkeit zuteil: als Mittel zur Herstellung internationaler Verbindungen und der Verständigung von Ländern. Developing Theatre unternimmt eine grundlegende Neubewertung der Geschichtsschreibung des Theaters vor dem Hintergrund international koordinierter “Entwicklungs-” und “Modernisierungs-“initiativen und -programme”. Unter dem Stichwort der „Theaterkompetenz“ oder des „Theater-Expertentums“ geht es Fragen nach Finanzierungsorganisationen, Künstler-Ausbildung, -Förderung, -Vernetzung und -Versetzung, nach, beleuchtet die Rolle von Universitäten und Regierungen entlang der „Entwicklungs“diskurse am Beispiel der darstellenden Künste.  Mehr zu diesem groß angelegten Europäischen Forschungsprojekt ist auf der Haupt-Website des Projekts zugänglich. Das Projekt firmiert unter dem Dach des Centre for Global Theatre History. Unser Blog informiert über Neuigkeiten, Funde aus dem Archiv, Events und Konferenzen der mit dem Centre Affiliierten.