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Maravil

Auf einer Vernissage in der Galerie Benjamin Eck in München vergangene Woche lernte ich die bezaubernden Plastiken der katalanischen Bildhauer Joan Coderch und Javier Malavim kennen. Die Bronze-Figuren sind gerade einmal einen Meter groß, strahlen aber eine Kraft und Körperlichkeit, wie ich es selten in einer Skulptur dieser Größe gesehen habe. Vielleicht war die Wirkung der hölzernen Moriskentänzer von Erasmus Grasser, die dieser 1480 kreierte, damals eine ähnliche für seine Zeitgenossen; Edgar Degas’ “Grande Danseuse/ Petite Danseuse” oder die sinnlichen Arbeiten Auguste Rodins wickeln noch heute unseren Blick ein.

Wenige Tage nach meiner ersten Begegnung mit Coderchs und Malavims “The Great Swan” und “Swan Dance” habe ich die beiden Figuren erneut in der Galerie besucht. Ihre Bewegungen sind so unglaublich gut gebildet – sie würden G.E.Lessing ein weiteres Exempel für den von ihm beschriebenen “fruchtbaren Augenblick” bieten…

Ich musste über sie schreiben.

Die Übersetzung  ins Katalanische besorgte freundlicherweise Daniela Schulz. Sie ist hier abrufbar.

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deadline extended to 1 March! – IFTR 2019: Working Group Digital Humanities to meet in New York, 1-4 May

brodway image kopieThis year, the Digital Humanities in Theatre Research working group of the International Federation for Theatre Research (IFTR) will not meet at the 2019 conference location (Shanghai), but in New York from 1-4 May.
The call for papers for the meeting can be found here .
We look forward to receiving proposals for lectures or presentations until 1 March, 2019.
Nic Leonhardt & Doug Reside (convenors of the working group & organizers)

 

 

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Gestern erst – erste Gehversuche auf Vimeo

 

gestern erst

Seit langem schon hatte ich vor, eigene Texte einzusprechen. Arbeit und Alltag hielten Herz und Kopf mit anderem auf Trab. Zum Jahresbeginn habe ich mich dann endlich auf Expedition in dieses Neuland gewagt. Einen ersten Versuch habe ich an diesem Wochenende mit meinem Text Gestern erst gestartet, den ich im Herbst 2007 in New York schrieb, und der in Schriftform schon länger auf diesem Blog zu lesen ist. Auf einer zweiten Tonspur habe ich meine Version von Ne me quitte pas von Jacques Brel eingesungen, das schien mir zur Stimmung des Textes zu passen. Es rauscht noch ein wenig, aber die Fehler lernt man durchs Probieren erst. Das ist, was ich “experiential research” nenne – Erforschen durch Erfahren und Erleben.

Zum Audio-Video gelangt Ihr durch Klick auf das Bild.

Mode und Kostüm · News · Publication · Publikationen · Tanz

Neue Publikation: “Street Dance Stil & Style”

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Straßentänzer vor dem Pariser Centre Pompidou.

“Ob es nun vor dem Pompidou in Paris ist oder vor der New York Public Library in Mid-Manhattn oder einem Parkhaus in San José: Es fehlte etwas im Stadtbild, fehlten die Straßenartisten, fehlten die Streets Artists. Ein Innehalten im Durchmarsch. Die Straße als Dancefloor für Tempo und Rhythmus. Der urbane Raum als Bühne für Styles und Stile des Street Dance. […].”

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In meinem Aufsatz Street Dance Stil & Style, der im Januar 2019 im von der Tanzwissenschaftlerin Katja Schneider herausgegebenen Band Das Rauschen unter der Choreographie. Überlegungen zu ‘Stil’ erschienen ist, betrachte ich den Konnex von Stil und Style in textilen und Tanz-‘Moden’, unter anderem im HipHop, im Musikvideo oder im Umfeld der HipletTMBallerinas .

  • Street Dance Stil & Style, in Katja Schneider (Hg.): Das Rauschen unter der Choreographie. Überlegungen zu ‘Stil’ (Forum Modernes Theater, Band 52), Tübingen: Narr/ Francke/ Attempto 2019, S. 105–121.
Architektur · Kunstgeschichte · Publikationen · Work-Life Balance

Architekturgeschichte (Leonhardt feat. Leonhardt)

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Cusanusstift, Längsschnitt der Kapelle, ein Prototyp der Einstützenkirchen (Skizze aus den Bauuntersuchungen von Michael Leonhardt, Trier)

In unserer Familie haben mein Bruder Michael und ich die Zuständigkeiten in der Kunst aufgeteilt: er fokussiert sich als Architekt auf Gebäude, ihre Konstruktion und insbesondere die Erschließung und Sanierungspläne denkmalgeschützter Bauten, wie sie in der Bauforschung eine große Rolle spielen. Ich bin eher für das ‘Bespielen’ von Räumen zuständig und das Beschreiben ihres Innenlebens und Belebens: in Theater, Medien, bildender Kunst und der Literatur. Da ergänzen wir uns gut; Überschneidungen ergeben sich in unserem historischen Interesse.

Zeit, ihn einmal an dieser Stelle zu featuren.

 

In Co-Autorenschaft mit Klaus Freckmann erschien unlängst in der Zeitschrift für Architekturgeschichte, Insitu, ein ausführlicher Beitrag über das 1447 von Kardinal Nikolaus von Kues (1401–1464) gestiftete Armenhospital St. Nikolaus/ Cusanusstift in Bernkastel-Kues, zu dem Michael Leonhardt seit einigen Jahren umfangreiche Bauuntersuchungen durchführt.  Die Organisation und Gestaltung der Arbeit im mittelalterlichen Hospiz, aber auch die Funktion des Cusanusstifts als Wirtschaftsunternehmen sind Gegenstand (kultur-)historischer und kirchengeschichtlicher Forschung.

showcover.phpKlaus Freckmann & Michael Leonhardt: “Das Cusanusstift in Bernkastel-Kues und seine Einstützenkiche – eine mitteleuropäische Verortung”, in: INSITU. Zeitschrift für Architekturgeschichte. 10. Jahrgang 2018, Heft 2, S. 211-226.

News · Work-Life Balance

Festtagsgrüße / Season’s Greetings

(for English, scroll down, please)

Liebe Kollegen und Freunde,  

wenn ein neues Jahr beginnt, wissen wir: es hat 365 Tage. Das ist schon alles, was wir wissen, gewiss ist nur die Zahl. 

Die Wucht, den Zauber, die Strapazen, die Magie, die ihm eignen, können wir nur erfahren: an jedem Tag, zu jeder Stunde, in jedem Nu. 

2018  war erneut ein buntes, hartes, ein bereicherndes Jahr. Krankheit und Sorge waren tägliche Gäste. Am Ende hat es meiner Familie viel abverlangt. Der Verlust eines Elternteils tut weh und setzt Vieles in Relation.

Ich danke Ihnen/ Euch für die Unterstützung, Zusammenarbeit, den Halt in den vergangenen Monaten;  für gemeinsame Gespräche, Taten, Tanzen, Schabernack – Dinge, die die Sekunden noch wertvoller machten.

Ich wünsche geruhsame Feiertage und für das neue Jahr nicht nur Numerisches, sondern zuvorderst Liebe, Frieden, Glück und Gesundheit,

Nic (Leonhardt)

Nic Leonhardt Weihnachtsgruesse 2018

Dear colleagues and friends,  

when a new year begins, we know it has 365 days. That’s all we know, only the number is certain. Yet we need to experience its quality, its force, magic, exertion – every day, every hour, every moment.

2018 was another colorful and enriching year. And it was a tough one. Illness and sorrow were daily guests. In the end, it demanded a lot from my family. The loss of a parent hurts and puts many things into relation.

I would like to thank you for your support, help, and cooperation over the past months; for deep conversations and small talks, mutual learning and exchange, magic moments, and humoresque scenes – things that made every second even more precious.

I wish you peaceful holidays. May the New Year bring you not only 365 days, but first of all love, peace, happiness and health.

Nic (Leonhardt)

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