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“Entrer dans l’image par le regard” – New Article Out

Etudes Theatrales L'Oeil et le TheatreEdited by Florence Baillet, this special issue of Études Théâtrales focuses on “L’œil et le théâtre. La question du regard au tournant des XIXe et XXe siècles sur les scènes européennes”. The volume was preceded by an international symposium on the same theme, organized by Florence Baillet (Sorbonne nouvelle, CEREG),  Arnaud Rykner (Sorbonne nouvelle, IRET), and Mireille Losco (ENSATT) at Université Sorbonne Nouvelle Paris 3, in April 2015.

My chapter “Entrer dans l’image par le regard: stéréscopie et théâtre” deals with the history of 3D images in theatre and popular culture in the 19th and 20th century.

(Nic Leonhardt: “Entrer dans l’image par le regard: stéréoscopie et théâtre”, in: L’oeil et le théâtre. Études Théâtrales, 65/ 2016, p. 41-51.)

Allgemein · Experiential Research · Nuggets · Photography

Bildgebende Verfahren

“Röntgens Rätsel” (Schattenbilder, Serie 3, Nic Leonhardt)

„Natürlich sind Fotografien Kunstprodukte. Aber in einer von fotografischen Relikten übersäten Welt haben sie offenbar auch als Fundobjekte ihren Reiz, als zufällige Ausschnitte der Welt. Sie profitieren also gleichzeitig vom Prestige der Kunst und von der Magie der Wirklichkeit. Sie sind wolkige Gebilde der Phantasie und winzige Informationssplitter.“

(Susan Sontag, Über Fotografie)

Nuggets

Gold

Tsam
Gold, was glänzt. Photo: Nic Leonhardt

Diese Hand gehört Tsam.

Tsam hat einen Motorrad- und Rad-Verleih mit angeschlossener Werkstatt in Griechenland. Wir kamen neulich ins Gespräch. Manchmal kommt Tsam nicht weiter mit einer Reparatur, grübelt stundenlang, wo das Problem liegen könnte, konsultiert Freunde und Fachleute. Dann legt er die Grübelei beiseite und macht eine Pause, einfach irgendwas anderes tun – und plötzlich kommt die Lösung! Sie lag so nahe! Das ist beim Schreiben auch so oder beim Entwickeln einer Idee, nicke ich ihm zu. Dann plaudern wir noch ein Weilchen, bis die Sonne Adieu sagt.

Ob ich seine Hände fotografieren dürfe, frage ich ihn. Hände, wie ich sie noch nie sah. So voller Öl, Dreck und Leidenschaft fürs Tüfteln, aber der Ring an seiner Linken glitzert und glänzt so güldenelegant, als könnte ihm das alles nichts anhaben.

Tsams Hand tat einen Glücksgriff. Ich durfte ihn festhalten.

Media History

“Take a Pic and Post it!” – Wie funktionierte das vor 100 Jahren?

Egal wo wir sind auf der Welt, nehmen wir Bilder von uns und unserer Umgebung auf, um sie mit einer (weltweiten) Community zu teilen. Diese heutzutage gängige Praxis des “Take a  Pic and Post it” wirft Fragen auf  nach der historischen Dimension, nämlich: Wie gelangt eigentlich ein Bild von A nach B im 19. und frühen 20. Jahrhundert? In einem kleinen Essay habe ich versucht, dieser Frage nachzugehen. Die Antworten sind noch lange nicht hinreichend erforscht, aber wir sollten (gemeinsam) daran arbeiten. In dem Essay geht die Reise in verschiedene Regionen der Welt, in die Bildgeschichte, ein Heißluftballon kommt zur Sprache, ein Pony-Express tritt auf, ein Seil-Artist, Illustrierte Zeitungen, Zeichner, Tele-Fotos und Agenturen spielen einige zentrale Rollen.

 

Take a Pic and Post it