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EASTAP – Neue Assoziation für Dialog und Forschung über Theater in Europa

EASRAP HorizontalIch kann mich noch sehr gut an diesen einen Sommerabend erinnern, als wir anlässlich der Jahrestagung der International Federation for Theatre Research (IFTR) 2016 in Stockholm unter Kollegen in der U-Bahn darüber sprachen, dass Europa eine so reiche Theaterszene und -geschichte aufweist, wir aber in der gemeinsamen Erforschung und hinsichtlich des Austauschs europäischer theaterwissenschaftlicher Kompetenz noch einige Hausaufgaben zu machen hatten. Ein Defizit und Desiderat. Befanden wir alle, während wir so durch die schwedische Hauptstadt tuckerten.

Allen voran Josette Féral (Sorbonne, Paris) schlug bald darauf die Gründung einer Assoziation für die Erforschung von Theater und Performance in Europa vor. Und dann ging alles ziemlich schnell: sie fragte an und hörte sich um, viele weitere Kollegen fingen Feuer für die Idee, erste Treffen fanden statt, Task Forces wurden gebildet, – et voilà: bereits ein Jahr später, wurde im Oktober 2017EASTAP gegründet, die European Association for the Study of Theatre and Performance! 

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Théâtre des Bouffes du Nord, Paris (Foto: Nic Leonhardt)

Seit wenigen Tagen nun ist die Gesellschaft auch offiziell registriert, mit Josette Féral als Präsidentin und Daniele Vianello (Italien) als Vize-Präsident. 450 Mitglieder zählt EASTAP bereits, sie stammen aus 25 Ländern.

Die erste EASTAP-Konferenz findet vom 25.-28. Oktober 2018 in Paris statt, unter dem programmatischen Thema “Decentering European Vision(s): The Emergence of New Forms”. (cfp in Englisch / cfp in Französisch).

Im Dezember dieses Jahres soll auch die erste Ausgabe des European Journal of Theatre and Performance herauskommen. Schwerpunktthema für diese Ausgabe ist “Spectres of Europe: Past and Present European Theatre between Communitarianism and Cosmopolitanism” gewidmet Call for proposals EASTAP Journal 1,2018 )

 

Vielleicht sollte man häufiger zusammen U-Bahn fahren, wenn man etwas bewegen will.

Großer Glückwunsch und große Vorfreude aufs gemeinsame Denken und Machen!

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Forschungsfutter & Flanieren à Paris

 

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“Blickwispern füllt die Passagen.” –  (Walter Benjamin, Das Passagenwerk , 1927)

Wenn der schöne Trubel des Semesters abklingt und die vorlesungsfreie Zeit beginnt, tauchen wir Forscherinnen gerne in die Archive ab oder ziehen uns in unsere Schreibstuben zurück, um der Recherche und dem Schreiben Zeit und Raum zu geben.    Mit Hilfe eines Karl Ferdinand Werner-Fellowships am Deutschen Historischen Institut Paris werde ich mich im Februar und März den hiesigen Schatzkammern des Wissens, vor allem den UNESCO  Archives, der gut sortierten Bibliothek des DHI und der Bibliothèque Nationale hingeben und freue mich auf viele gute Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort. – Und die Kunst zu erleben, die abends wartet, Flâneuse zu sein in der ‘Hauptstadt des 19. Jahrhunderts’.    Mein Aufenthalt steht im Zusammenhang mit dem ERC-Forschungsprojekt Developing Theatre (LMU München, Department Kunstwissenschaften), das sich der Frage nach der Förderung und Beförderung darstellender Künste in Praxis, Theorie und Ausbildung in so genannten Schwellenländern nach dem Zweiten Weltkrieg widmet. Theaterspiel, und -Ausbildung wird unmittelbar nach dem Krieg eine weltweite Wichtigkeit zuteil: als Mittel zur Herstellung internationaler Verbindungen und der Verständigung von Ländern. Developing Theatre unternimmt eine grundlegende Neubewertung der Geschichtsschreibung des Theaters vor dem Hintergrund international koordinierter “Entwicklungs-” und “Modernisierungs-“initiativen und -programme”. Unter dem Stichwort der „Theaterkompetenz“ oder des „Theater-Expertentums“ geht es Fragen nach Finanzierungsorganisationen, Künstler-Ausbildung, -Förderung, -Vernetzung und -Versetzung, nach, beleuchtet die Rolle von Universitäten und Regierungen entlang der „Entwicklungs“diskurse am Beispiel der darstellenden Künste.  Mehr zu diesem groß angelegten Europäischen Forschungsprojekt ist auf der Haupt-Website des Projekts zugänglich. Das Projekt firmiert unter dem Dach des Centre for Global Theatre History. Unser Blog informiert über Neuigkeiten, Funde aus dem Archiv, Events und Konferenzen der mit dem Centre Affiliierten.

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Call for Papers: “Philanthropy, Development, and the Arts” (23-25 July, 2018)

Pegasus OrigamiFrom 23-25 July, 2018, our ERC funded project Developing Theatre will be hosting its first international conference with a special focus on Philanthropy, Development and the Arts: Histories and TheoriesAt the conference, we seek to interrogate the impact of philanthropy on the field of arts – visual arts, theatre, music, dance, opera, drama education, etc. –  between the 19th and 21st centuries. The conference aims at discussing the work, impact, successes and failures of private and corporate philanthropy and NGOs, including semi-statist organizations such as the Goethe Institut, or the British Council, from the perspectives of history, cultural history, political sciences, art and theatre history. The conference will take place from Monday, 23 to Wednesday, 25 July, 2018 at Carl Friedrich von Siemens Stiftung, Munich.

For more info, please see my blog entry on our GTH Blog.

If you have any inquiries regarding the conference, please do not hesitate to contact me.

 

 

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Indian Theatre Artists in the Cold War. ERC Workshop @ India International Centre

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I love traveling to India. There is always more than one reason to go there. One very good reason to book yet another flight to New Delhi is the very first workshop of our ERC research project Developing Theatre. The workshop is taking place at the beautiful India International Centre , from 29-30 September, 2017, and gathers theatre, art and media scholars and practitioners from India and Europe. Chief organiser is my colleague Gautam Chakrabarti  who outlines the agenda of the event as follows:

“Post-independence India was one of the key sites where the “cultural Cold War” was fought–more often than not– with as much gusto and ruthlessness as its ideological and military counterparts. Theatre was one of the core areas in which this cultural conflict was played out between the 1950s and 1980s, with almost all the major players, both individual and collective or institutional, in contemporary Indian theatre having gone through the ’rite de tomorrow passage’ of ideological training. Academic exploration of these political contestations and problematisations of cultural practices, especially in the Indian context, have opened up larger horizons of possible enquiry. This workshop seeks to bring practitioners, scholars and witnesses of this fascinating history into dialogue with one another.”

The workshop is internal. Please find here the Final Programme.